Mythen über Hunde

 

Hundespeichel macht krank!

“ Bloß nicht den Hund übers Gesicht lecken lassen!“ oder “ Sofort die Hände waschen, wenn der Hund deine Hände abgeleckt hat! “  Diese oder ähnliche Ratschläge hört man immer wieder. Hierbei handelt es sich um ein Gerücht !!!
Spätestens seit 1986 ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Hundespeichel antibakterielle Substanzen enthält, was sogar die Heilung von Wunden beschleunigt.

Lediglich das Thema „Wurmbefall „ darf man hier nicht ganz unter den Tisch fallen lassen, obwohl zumeist andere Hunde und weniger der Mensch von einer Übertragung betroffen sind.

 

 

 

Autoritäre Erziehung muss sein!

Manche Leute glauben immer noch, dass autoritäre bzw. sehr strenge Erziehung das Nonplusultra in der Hundeerziehung sei. Wenn der Halter die Funktion des Leittiers übernimmt, ist es absolut unnötig, dem Hund ständig zu zeigen, „wo der Hammer hängt“. Aber auch eine anti-autoritäre Erziehung ist genauso falsch.
Den idealen Erziehungsweg gibt es nicht, zumal es noch Unterschiede
bedingt durch Rasse, Umfeld, Geschlecht etc. gibt. Aber: der erste Weg, ist der
Weg der “ liebevollen Konsequenz“. Das heißt, man respektiert den Hund, agiert
aber konsequent und beharrlich. Die Lernatmosphäre sollte hierbei immer
entspannt sein – und alle Familienmitglieder sollten an einem Strang
ziehen.

 

Was ein Hund gelernt hat, verlernt er nie mehr

Viele Hundehalter freuen sich, wenn die Grunderziehung abgeschlossen ist. Sie sind dann der Meinung, dass sie nie wieder mit ihrem Hund üben müssen. Das ist leider ein Irrglaube!!! Die Kommandos und das Erlernte müssen immer wieder geübt bzw. wiederholt werden, um so im Verhalten des Tieres gefestigt werden. Es gibt keine Garantie auf Dauer. Gerade während der Pubertät scheint der Hund plötzlich alles verlernt zu haben. Das gleiche passiert auch, wenn sie sich eine Zeitlang inkonsequent verhalten haben. Dann müssen sie unter Umständen ganz von vorne mit dem Training beginnen.

 

Das ist eine sehr schwer / leicht erziehbare Rasse

Gehorcht ein Hund nicht so, wie man es sich vorstellt, so wird das gerne mal auf die Rasse geschoben. Solche Sprüche wie: “ Schaff dir einen Labrador an, den muss man nicht erziehen, ein absoluter Anfängerhund.“ oder „Mein Hund wird nie richtig hören, die Rasse ist extrem stur.“, und, und, und… Mit jeder Rasse, ob mit oder ohne Jagdtrieb, ausgeprägter Spielfreude oder besonderer Sensibilität – kann und muss man arbeiten. Der Erfolg hängt davon ab, wie konsequent sie bei der Erziehungsarbeit sind und ob sie die Eigenschaften ihres Hundes individuell beim Training berücksichtigen. Erzogen werden muss jeder Hund !!!

 

 

 

 

Hunde der gleichen Rasse tun sich nichts

Das ist nicht richtig!!! Wie auch bei uns Menschen entscheiden viele Faktoren über Sympathie oder Antipathie. Hunde der gleichen Rasse verstehen sich in den meisten Fällen besser, weil sie sich in ihrer Körpersprache ähnlich sind. Das es bei Ihnen grundsätzlich keinen Ärger gibt, ist jedoch ein absoluter Mythos.

 

 

„Mein Hund darf mich anspringen, wenn ich Jogginghosen trage, aber nicht, wenn ich gute Sachen anhabe!“

 

Totaler Quatsch!!! Der Hund ist kein Mensch und kann auch nicht unterscheiden zwischen alten Klamotten oder teurer Abendmode. Hier muss die berühmte Konsequenz in der Hundeerziehung greifen. Wenn Ihr Hund Sie nicht anspringen soll, dann müssen Sie das durchgehend verbieten. Nicht mal so und mal so, das verwirrt Ihren Vierbeiner und er wird an Ihrer Kompetenz als Rudelchef zweifeln.

 

Das machen die Hunde unter sich aus…

Viele Hundehalter greifen nicht ein, wenn ihr Hund einen Artgenossen bedroht oder sich dominant verhält, weil sie der Meinung sind: “ Das machen die schon unter sich aus!“ Dabei ist es die Pflicht, eines souveränen Hundeführers, bei drohenden Konflikten einzuschreiten. Abgesehen davon, dass sie ihre eigene Chefposition dadurch untermauern, ist kluges und vorausschauendes Handeln ausgesprochen wichtig, um ernsthafte Konflikte oder Raufereien zu vermeiden.