Körperpflege

Ein gesundes, glänzendes Fell und eine geschmeidige Haut sind auch das Ergebnis einer guten Pflege: Welche Bürste für welches Fell? Wie oft badet man einen Hund? Wie reinige ich Augen, Ohren etc… Wie Sie Ihrem Liebling einen glänzenden Auftritt verschaffen:

Warum muss man Hunde kämmen? Abgestorbene Haare verfilzen und ziepen bei langhaarigen Hunden, wenn sie nicht ausgebürstet werden. Dann drohen Ekzeme, weil keine Luft mehr an die Haut kommt und nur das tägliche Kämmen verhindert den Filz. Je länger das Haarkleid, desto häufiger müssen Sie den Hund bürsten, weil Verfilzungen Parasieten ein ideales Versteck bieten.

Doch alle Hunde (auch die Kurzhaarigen) freuen sich, wenn sie mit einem Fellhandschuh, Kamm oder Bürste „gestreichelt“ werden. Zudem regt die Massage den Stoffwechsel an.

Unbedingt sollte man während des Fellwechsels die abgestorbenen Haare auskämmen.

Haart Ihr Hund besonders viel, leidet er eventuell unter einem Vitaminmangel.

Gegen Schuppen füttern Sie Fettsäure-Kapseln oder Nachtkerzenöl zu.

 

* WOLLIG UND ZOTTELIG ( Bobtail, Spitz, Puli…)

Das Fell bedeutet intensive und regelmäßige Arbeit, nicht nur mit dem Kamm, sondern auch mit den Händen. Filzhaare „zotten“, d.h. von Hand auseinanderziehen.

SIE BRAUCHEN: Zupfbürste zur Bearbeitung der dichten Unterwolle, Effilierschere zum Ausdünnen des Unterfells und einen Kamm für die langen Haare an der Rute.

 

* LANG UND WALLEND (Afghanen, Yorkies, Malteser…)

Das lange Fell braucht sehr viel Pflege, damit das Haarkleid glänzend und gesund bleibt.

SIE BRAUCHEN: Bürste, um das Fell in Form zu halten, Zupfbürste zum Entfernen abgestorbener Haare und einen Kamm für die Feinarbeit.

 

* KRAUS UND LOCKIG ( Pudel, Curly Coated Retriever..)

Je nach Rasse ist krauses, lockiges Fell sehr zeitaufwendig. Pudel sollten täglich gebürstet werden, weil ihre krausen Haare nicht von allein ausfallen. Wenn es beim Kämmen ziept, dann halten Sie das Haar am Ansatz fest. Locken müssen nur mit feuchten Fingern massiert werden und können mit der Schere in Form gebracht werden ab und an.

SIE BRAUCHEN: Zupfbürste, Kamm und Schere.

 

* DICHT UND WARM (Deutscher Schäferhund, Husky…) Das robuste und wärmeisolierende Fell muß regelmäßig ca. 3 mal die Woche gründlich gebürstet werden, während des Fellwechsels sogar täglich.

SIE BRAUCHEN: Bürste, Striegel und Zupfbürste zum Entfernen abgestorbener Haare

 

* RAUH UND DERB (Rauhhaardackel, Foxterrier…) Das raue und derbe Fell darf nicht geschoren werden. Das macht ihr Haarkleid weich. Das Fell sollte gestriegelt werden, Zupfen und Trimmen sollten Sie sich von einem Hundefriseur erklären lassen.

SIE BRAUCHEN: Striegel und Bürste, Zupfbürste und Trimm-Messer

 

* KURZ UND GLÄNZEND (Dobermann, Dogge, Boxer, Beagle…) Das pflegeleichteste Hundefell braucht lediglich ein Ledertuch und einen Gummi-Noppenhandschuh. Den Hund täglich mit dem Tuch abreiben, zum Verteilen von Haarfett und einen schönen Glanz und ihn mit dem Handschuh massieren zum Entfernen der abgestorbenen Haare.

 

BADEN

Das Baden sollte nicht übertrieben werden, um den natürlichen Fetthaushalt des Haarkleides nicht zu zerstören, welcher gegen Nässe, Kälte und Hitze schützt.

Aus diesem Grund ist es auch wichtig, dass der Hund mit speziellem Hundeshampoo gebadet wird, da der Säurewert anders als beim Menschen ist. Baden Sie den Hund mit einem normalen Menschenshampoo entzündet sich im schlimmsten Fall die Haut des Hundes und er leidet unter Juckreiz!

* Sie sollten den Hund nicht öfter als alle 3 Monaten baden!

* Legen Sie bitte immer eine rutschfeste Matte in die Wanne, so das der Hund einen festen Stand hat.

* Achten Sie bitte auch darauf, dass dem Hund kein Shampoo in Augen und Ohren läuft!

 

AUGEN

Schlafkrümel können mit einem weichen Papiertuch aus den Augenwinkeln entfernt werden. Verkrustungen lassen sich mit einem in lauwarmes Wasser getränktem Tuch lösen. Bitte keine Kamillenlösung verwenden, diese kann Reizungen hervorrufen!

Kontrollieren Sie immer die Bindehaut. Ist diese gerötet und tränt, könnte dies ein Anzeichen für eine Bindehautentzündung sein.

 

OHREN

Hundeohren müssen mit einem feuchten Tuch vom Schmutz befreit werden. Achten Sie darauf, dass Haarbüschel nicht verkleben und den Gehörgang verstopfen, da sonst eine Entzündungsgefahr besteht. Keine Wattestäbchen verwenden!

 

PFOTEN

Pfoten sind besonders empfindlich und sollten vor allem im Winter gegen Kälte, raue und gefrorene Böden oder aggressives Streusalz geschützt werden. Beugen Sie Verletzungen und rissigen Ballen vor, indem Sie das Fell zwischen den Ballen abschneiden, damit sich keine Eisklumpen bilden können, und schützen Sie die Pfoten mit einem Balsam, den Sie vor dem Gassi gehen auftragen. Meiden Sie salzgestreute Strassen oder besorgen Sie ihrem Hund spezielle Schuhe.

 

KRALLEN

Hundekrallen nutzen sich in der Regel beim Laufen von selbst ab. Nur die Daumenkrallen und Wolfskrallen sollten darauf kontrolliert werden, dass sie sich nicht einrollen und in die Haut wachsen, daher müssen sie ab und zu beschnitten werden.

 

ANAL- UND GENITALBEREICH

Viele Hunde haben Probleme mit verstopften Analdrüsen. Diese befinden sich seitlich des Anus und werden normalerweise mit dem Kotabsatz entleert. Manchmal kommt es aber auch zu Verstopfungen, dann sollten sie einen Tierarzt aufsuchen, der sie ausdrückt.

Bei Hunden mit langem Haarkleid sollten Sie nach jedem Spaziergang den Genitalbereich untersuchen. Manchmal bleibt beim Kotabsatz etwas im Fell hängen und sollte dann abgewaschen werden.