Zu beachten beim Selberkochen

Getreide muß gekocht werden, da Hunde unaufgeschlossene Kohlenhydrate nicht verdauen können. Als Alternative dienen die im Fachhandel erhältlichen Hundeflocken.

Gemüse sollte ebenso kurz gedünstet werden. Sie können als Kohlenhydratenquelle alternativ Reis, Haferflocken oder Maisflocken, Nudeln oder Kartoffeln einsetzen. Für 100 g Reis entsprechen ca. 85 g Hafer- oder Maisflocken, 90 g Nudeln oder 230 g gekochte Kartoffeln.

Gemüse liefert neben Ballaststoffen, auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie z.B.:

– Karotten

– Spinat

– Zucchini

– Fenchel

– Erbsen

– Pastinaken

– Liebstöckel

– Brokkoli (Bei Brokkoli bitte nur sehr kleine Mengen und vor allem NIE ROH füttern! Bei manchen Hunden reizt Brokkoli den Magen-Darm Trakt.)

Natürlich sollte man immer mit sehr kleinen Mengen anfangen und schauen, wie der Hund es verträgt. Jeder Hund reagiert natürlich anders, daher langsam anfangen! Auch Salate, Rote Beete & Tomaten (nur ungespritzt!) gibt es ab und zu mit ins Futter – fein gehackt und in kleinen Mengen. Manche pürieren Gemüse und Salate auch. Gemüse, die stark blähen können, wie verschiedene Kohlsorten und Bohnen kommen nicht oder nur bedingt in den Napf.

Welches Gemüse verfüttert werden darf, entnehmen Sie unserem „Gemüselexikon“
Wer kochfaul ist, oder wenig Zeit hat, kann auch auf vegetarisches Fertigfutter zurückgreifen.

– Cerealien / Kohlenhydrate

Ballaststoffe sind schwer und unverdauliche Stoffe. Pflanzliche Bestandteile, welche die Darmtätigkeit fördern und Kohlenhydrate liefern. Auch Cerealien enthalten zusätzlich je nach Sorte wertvolle Vitamine & Vitalstoffe. Gleichzeitig halten sie aber auch die Darmbakterien im Gleichgewicht und sorgen für eine optimale Kotkonsistenz. Auch Getreidekörner müssen vor dem Verfüttern aufgeschlossen werden, um schließlich vom Hund verdaut werden zu können. Sie werden entspelzt, poliert (Reis), zu Flocken gequetscht (Hafer), vorgekocht usw.

Als Lieferant für Kohlehydrate dienen uns:

– Kartoffeln (nur gekocht, NICHT roh!)

– Getreide (Hirse, Reis, Mais, Haferflocken)

– oder zur Abwechslung auch mal ein paar Vollkorn-Gemüse Nudeln oder Buchweizen-Nudeln. (Glutenfrei)

Zu Beachten:

Frische Weizenkeime sind reich an Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin E, pflanzlichen Fetten. Sie enthalten auch Amino-Säuren und Spurenelemente wie Zink, Mangan, und Magnesium. Frische Weizenkeime gelten als eines der vollwertigsten und enzymreichsten Nahrungsmittel. Allerdings raten einige Tierärzte zur Vorsicht bei der Verfütterung von Weizen an Hunde mit Arthrose. Auch Roggen, Dinkel und Gerste enthalten Klebereiweiße (Gluten), die sich bei Arthrose negativ auswirken sollen und daher – wenn überhaupt – nur sehr sparsam eingesetzt werden sollten. Hafer enthält zwar auch Glutine, aber in einer anderen Aminosäuresequenz. Daher gilt Hafer als weniger bedenklich.

Glutenfrei, und damit besser geeignet sind Reis, Wildreis, Mais, Kartoffeln, Buchweizen (nur geschälte Körner!) und Hirse. Hirse ist sehr gut als Cerealie zur Hundefütterung geeignet. Sie enthält mehr Mineralstoffe als andere Getreidearten. Hirse ist zum Beispiel reich an Biotin, Lezithin, Kieselsäure und Eisen. Außerdem löst das in der Hirse enthaltene Protein keine Allergien aus. Hirse kann man, (wie auch Reis) im vorgekochten (aufgepufften) Zustand kaufen. So vorbereitet, und 5 Minuten in warmem Wasser eingeweicht ist sie sehr gut & leicht verdaulich für Hunde. Auch bei Hunden, die zu Blähungen oder Durchfall neigen, wird eine glutenfreie Ernährung empfohlen.

Wichtig: Das Verhältnis von Fleisch / Getreide / Gemüse muss ausgewogen sein. Wieviel wovon zu füttern ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Aktivität, usw. Als Faustregel gilt:

50% Fleisch oder Fisch, 25% Gemüse& Obst und 25% Kartoffeln,Reis etc.

Will man den Hund mit Selbstgekochtem ernähren, empfehlen wir, sich mit entsprechenden Büchern zu dem Thema auseinander zu setzen, oder beim Tierarzt um eine gezielte Beratung für den Hund zu bitten.

Fleisch

Bei Arthrose wird geraten, rotes Fleisch (Rindfleisch) nur sehr sparsam einzusetzen. Es steht im Verdacht, sich negativ auf die Arthrose auszuwirken.

Schweinefleisch, wenn es nicht heiß genug durchgekocht oder gebraten wurde, kann den für den Hund tödlichen Aujetzky-Virus übertragen, zum Anderen ist auch der Nährwert nicht so hoch und bei Arthrosepatienten wird ohnehin davon abgeraten.

Die Verwendung von nur einer Fleischsorte pro Mahlzeit gilt als besser verträglich und besser verdaulich..

 

Innereien

wie zum Beispiel Herzen, Mägen, Leber, usw. (Hühnerhälse, Putenhälse und Innereien usw. bekommt man auch beim Bio-Bauern sehr preiswert.) Bindegewebsreiche Schlachtabfälle wie Sehnen, Knorpel, Milz, Därme, Lunge usw. sind zwar eiweißreich, aber nicht besonders gut verdaulich. Außerdem ist das Kalzium / Phosphorverhältnis in Bindegewebsreichen Schlachtabfällen ungünstig, darum sollte der Anteil solcher Schlachtabfälle im Verhältnis zum Muskelfleisch nicht zu hoch sein. Ferner ist der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen niedrig.

Einzelheiten entnehmen Sie bitte unserem „Fleischlexikon“

 

Fisch

liefert hochwertiges und leicht verdauliches Eiweiß.

 

Obst

Auch etwas Obst kann den Speiseplan des Hundes sinnvoll ergänzen. Wegen der im Obst enthaltenen Fruchtsäuren, gibt es Obst aber nur in sehr kleinen Mengen, die man dann klein gerieben zum Futter gibt, oder auch mal mit einem Löffelchen Hüttenkäse oder Naturjoghurt serviert. Das sind zum Beispiel Äpfel (fein gerieben) oder auch mal ein Stückchen Banane. (Bananen sind leicht gedämpft für den Hund besser verdaulich.)

 

Öle und Fette

Fette sind besonders energiereich, daher sind sie bei Hunden die zu Übergewicht neigen sparsam einzusetzen. Distelöl, Sonnenblumenöl, Sesamöl oder Maiskeimöl, auch Weizenkeimöl, Sojaöl, Nachtkerzenöl und Olivenöl (enthält u.a. auch Omega 9 Fettsäuren) können verwendet werden.

 

Sonstiges

Zusätzlich kann man auch noch etwas grüne Mineralerde ins Futter geben. Sie liefert zusätzliche Mieralstoffe und Spurenelemente wie Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink und Selen.

Bitte kocht für euere Hunde nur Dinge, bei denen ihr wirklich sicher seid, dass Hunde sie auch fressen dürfen! Nicht alles, was für den Menschen gut ist, können auch Hunde vertragen. Im Zweifelsfalle also lieber auf eine Zutat verzichten, wenn ihr nicht sicher seid, ob der Hund es fressen darf und nachfragen. Wie gesagt – wir empfehlen, beim Tierarzt um Rat zu fragen, und sich entsprechende Litertur zu dem Thema zu besorgen, wenn man regelmäßig für den Hund kochen will.