Magi Minge

1976 geboren, teilt Magi seither ihr Leben mit Hunden und machte sich 2004 mit einem eigenen Gassiservice selbständig, um sich selbst und ihrer Liebe zum Tier gerecht zu werden und hauptberuflich als „Dogwalker“ zu arbeiten.

Magi unterwegs mit ihrem Rudel

2005 bis 2012 arbeitete sie als Teil des Teams von Dogwalker-Berlin und startete 2013 

PROJEKT- HUND.

 

 

 

Von Anfang an dabei und quasi „der Stein, der Alles ins rollen brachte“, war ihre Dobermann-Hündin Amanda, die Magi zwar täglich ins Büro begleiten konnte, aber nicht wirklich Spaß daran hatte, den Tag unter dem Schreibtisch zu verbringen…

2007 – mit ihren Dobi´s: Amanda, Teutates & Snoop

Indem Magi ihr Hobby zum Beruf machte, konnte sie sich ihren Traum eines eigenen kleinen Rudels erfüllen, als sie (2005) den von Geburt an tauben Dobermann Snoop und (2007) Dobi Teutates in die Familie aufnahm.

Das Glück endete leider tragisch, als Amanda mit 13 Jahren im Dezember 2008 starb und Snoop ihr im Alter von 3 Jahren im Februar 2009 folgte.

 

 

 

Teutates und Magi haben ein Jahr gebraucht, um ihre Trauer zu überwinden, sind seit März 2010  nun aber wieder glücklich, seitdem die Deutsche Dogge Skadi ihre Familie und ihr Rudel bereichert.

Toy & Skadi

april 2015 handy 170

Bonsai wenige Minuten nach ihrer Rettung am 11.01.2015

                                                                        Am 11.Januar 2015 bekam  Magi unerwartet Familienzuwachs, als ihr ein scheinbar ausgesetzter Welpe fast vor das Auto lief. Die Süße war ca. 6 Wochen alt, bis auf die Knochen abgemagert, hatte keinen Chip und wurde auch von niemanden vermisst.                                                                        Auf Grund dessen, weil sie so klein war – erst Recht im Vergleich zu Toy und Skadi – wurde der 3,6 kg schwere Wurm „Bonsai“ getauft.

Sie wurde liebevoll gepeppelt und in die Familie und das Rudel integriert, wo sie heute nicht mehr wegzudenken ist.

2016 – entspannt am Strand mit Bonsai, Toy und Skadi

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Hundemobil

Die Wände von Magi´s Transporter sind zwecks Wärmedemmung mit Klemmfilz und Teppich verkleidet , aber das Auto wurde im Herbst 2017 dank der Beteiligung aller Kunden weiter modifiziert. Statt Matratzen und Teppichen, wurde ein stabiler Untergrund aus Styrodur eingebaut, auf dem zwei Heizmatten verlegt wurden. Diese werden über eine separat eingebaute Steckdose betrieben. Ein Teppich darauf sorgt für den nötigen Kuschelfaktor der Fußbodenheizung und wärmt den Popo an kühlen Tagen, Regenwetter und im Winter.

Die Mäuse finden die Fußbodenheizung sichtlich gut

Qualifikation

Die Erfahrung, die Magi in 40 Jahren des Zusammenlebens mit Hunden und in ihrem Job als Dogwalker, gesammelt hat, ist die Basis ihrer Kompetenz und beruht nicht nur auf einer Liste von Seminaren, Kursen und Vorträgen. Diese sind kein Qualitätsmerkmal und sagen nichts über die Fähigkeiten einer Person aus. Aus diesem Grund ist hier nur ein Auszug der besuchten Veranstaltungen:

Seniorenkurs im Dog-Institut; Führungsseminar unter der Leitung von Maja Nowak; Erste Hilfe Kurs in der Tierarztpraxis U. Lenk; mehrere Wochenend-Seminare mit Referent Günther Bloch; Tagesseminar „Schlegel-Live“ mit Hans Schlegel …

 

Magi´s Rudel 2012

 

Medien

In „TIP BERLIN“ ( Ausgabe vom 17.02.2011 ) erschien eine große Reportage über Hunde in Berlin. Hier ein Auszug aus dem Artikel „Freunde fürs Leben“ mit einem Bericht über Magi Minge.

Freunde fürs Leben“ In der Single-Hauptstadt Berlin avancieren Hunde zum wichtigsten Begleiter des Menschen. Oft ersetzen sie nicht nur Kinder oder Partner, sie ernähren inzwischen auch eine ganze Branche vom Dogwalker über den Ernährungsberater bis hin zum Hundepsychologen.

Wenn Magi Minge montags vormittags mit ihren “Mäusen” raus aus der City ins Grüne nach Blankenfelde fährt, dann ist das Tohuwabohu vorprogrammiert. Denn kaum hat Magi die Tür ihres großen Wagens geöffnet, springen ihre Schützlinge auch schon nach draußen, tollen miteinander oder rennen los.

“Anna! Frieda! Zoe! Pauline! ZURÜCK!” Magi braucht kräftige Stimmbänder, um sich bei ihrer Rasselbande Gehör zu verschaffen. Dabei sind die mit den modischen Mitte-Mädchennamen Gerufenen keine verzogenen Gören, denen ohnehin schnurzpiepegal ist, was ihre Erzieherin sagt. Es sind aufgeregt hechelnde Hunde, Golden Retriever, Rhodesian Ridgebacks, Dobermänner und jede Menge Mischlinge, die von ihren Frauchen und Herrchen an den Stränden Korsikas, Portugals oder aus osteuropäischen Hunde –In – Not – Stationen gerettet wurden.

An die Leine mußten die Mäuse nur mal kurz für den Fotografen, um den amerikanischen Dogwalker-Vorbild nachzuahmen, sonst laufen sie im Auslaufgebiet natürlich frei herum und können sich austoben, wenn Magi Minge hauptberuflich 5 Tage die Woche mit den Hunden anderer Herrchen „gassi“ geht !!!

Nach einem ruhigen Wochenende mit ihren Besitzern freuen sich die Vierbeiner auf zwei bis drei Stunden unangeleinten Auslauf mit ihrer Dogwalkerin, wie Hundeausführerinnen nach amerikanischem Vorbild inzwischen auch bei uns heißen.

Trotzdem sind die Hundenamen verräterisch. Denn Magi Minge, die sich mit vier weiteren Kollegen zur Firma Dogwalker – Berlin zusammengeschlossen hat, holt “ihre” meist zehn bis dreizehn Hunde schwerpunktmäßig aus Mitte, Prenzlauer Berg oder Friedrichshain ab. Gegenden, wo auch viele Kinder auf “Anna”, ”Frieda” oder “Zoe” hören. Und ähnlich wie die Väter und Mütter der menschlichen Annas, Friedas und Zoes treibt auch die Hundebesitzer die eine Sorge um:

Wer kümmert sich um den Anhang, wenn man selbst viele Stunden außerhäusig beschäftigt ist, weil man den Lebensunterhalt für sich und die Seinen verdienen muss?

Klar, man könnte die Vierbeiner auch einfach zu Hause warten lassen, bis man spät am Abend von der Arbeit kommt. “Die Leute müssen sich dann aber nicht wundern, wenn sie Beschwerdezettel von Nachbarn an der Tür kleben haben”, sagt Marcel Gäding vom Tierheim Berlin. “Weil den Hunden allein langweilig ist, bellen sie entweder unentwegt oder machensich mit ihren Zähnen an der Inneneinrichtung der Wohnung zu schaffen.” Dass die zurückgelassenen Vierbeiner nebenbei auch noch massive Verhaltensstörungen entwickeln können, etwa aggressiv und gefährlich werden, gehört zu den weiteren Nachteilen der tierischen Einsamkeit.

Alles unangenehme Effekte, die die Kunden und Kundinnen von „Hauptstadthund“ einem Spezialgeschäft in der Hufelandstrasse in Prenzlauer Berg, unbedingt vermeiden wollen. „Die Leute, die bei mir kaufen, kommen vorwiegend aus den anliegenden Innenstadtbezirken, besitzen entweder erstmals einen Hund oder haben sich vielleicht nach 20 Jahren Pause wieder einen angeschafft“, erzählt Christina Sieber. Die ausgebildete Fotografin und Inhaberin des Ladens hat bemerkt, dass die Neuhundebesitzer, darunter viele berufstätige Single – Frauen zwischen 30 und 40 Jahren, die Tieranschaffung wie ein Projekt angehen. „Die informieren sich vorher über die verschiedenen Rassen, kaufen Bücher über Hundeerziehung oder Hundesprache und besuchen Hundeschulen.“ Derartig präpariert, wissen sie um die Eigenheiten ihrer neuer Mitbewohner – und sind meist ohne langes Zögern bereit, Service-Leistungen hinzuzukaufen, wenn sie die Bedürfnisse ihres Hundes, etwa den nach ausreichendem Auslauf, selber nicht erfüllen können.

Kein Wunder, dass die Menge der in Berlin tätigen Hundeausführ-Unternehmen, aber auch die vereinzelter, nebenberuflicher Hundesitter, in den letzten Jahren schlagartig nach oben ging. So schätzt Magi Minge die Anzahl professioneller Dogwalker in Berlin auf etwa 100. Dabei ist der Beruf hierzulande noch so neu, dass er derzeit noch nicht einmal Erwähnung im deutschsprachigen Wikipedia findet. Und Stephanie Kannt von der Berliner Internetplattform www.betreut.de – hier werden neben Altenpflegern auch Baby- oder Hunde-Sitter vermittelt – hat allein für den Raum Berlin 1500 Hundebetreuer in ihrer Datenbank. Ein Bereich, so sagt sie, der seit 2008 stark angestiegen sei und der „sowohl in der Nachfrage als auch im Angebot rasanter als die anderen Bereiche, etwa Kinderbetreuung, Haushalt und Garten“ wächst. „Speziell in den deutschen Großstädten steigen die Zahlen konstant schnell.“

Doch es sind nicht nur Hundesitter oder Dogwalker, die von modernen Hundebesitzern beschäftigt werden. Auch Hunde-Tagesstätten, Hundepsychologen, Hunde-Physiotherapeuten, Hundeschulen, Hundepensionen, Hunde-Fotografen, Hunde-Ernährungsberater, Hunde-Reiseveranstalter, Dogdancing-Schulen oder Hunde-Sportvereine werden zunehmend gefragt. Und der gute alte Hundefriseur ist natürlich auch noch da. Denn nicht nur der Pudel, eine Rasse, deren Beliebtheit wieder wächst, sieht ohne Formschnitt schnell aus, wie ein ungarischer Hirtenhund, ein sogenannter Puli, der durch seinen bodenlangen Ganzkörper-Rasta-Look beeindruckt….“

Eva Apraku