Das Älterwerden

Unsere Welt wird älter. Wie beim Menschen ist auch bei Hunden in den vergangenen Jahren die Lebenserwartung angestiegen. 
Aber auch an unseren Vierbeinern geht der letzte Lebensabschnitt nicht spurlos vorüber.
Ihr Körper wird gebrechlicher, typische Alterskrankheiten treten auf und sogar die Haare, besonders um die Schnauze herum, werden grau.
“ Altern ist ein komplexer biologischer Prozeß.“

Im Alter können auch Hunde grau werden - zumindest um die Schnauze

Im Alter können auch Hunde grau werden – zumindest um die Schnauze

Das Älterwerden ist als solches zwar nicht behandelbar, aber die Krankheiten, die als Begleiterscheinungen auftreten, können durchaus gelindert werden. Durch medizinische Versorgung, gesunde Ernährung, liebevolle Pflege, regelmäßigen Auslauf und Beschäftigung kann die Lebensqualität der Hunde im Alter spürbar verbessert werden. Dadurch kann dann in vielen Fällen sogar die Lebensspanne verlängert werden.

Hunde gelten ab dem Alter von                                    sieben Jahren als Senioren.

Als Hundebesitzer tragen Sie Verantwortung für das Leben Ihres Hundes. Deshalb sollten Sie sich gerade dem alternden Hund vermehrt widmen. Achten Sie auf die Symptome beginnender Beschwerden.
Das A und O für alternde Hunde : regelmäßige Gesundheitschecks!

… die Augen: blinder hundOft läßt im Alter das Sehvermögen nach und sie bekommen Grauen Star. Diese Beeinträchtigung ist jedoch nicht ganz so dramatisch, weil sich Hunde vor allem auf ihre Nase verlassen. Problematischer wird es, wenn auch noch der Gehörverlust hinzukommt.

… Arthrosen / Bewegungsprobleme: Im Alter sind vor allem die Gelenke eine Schwachstelle des Hundes. Abnutzungserscheinungen lösen Arthrosen aus und häufig kommt es auch zu Bandscheibenbeschwerden. Vor allem nach langem Liegen bewegt sich der alte Hund anfangs recht steif und staksig. Er muss sich erst “ warmlaufen „.
Helfen können Sie, indem Sie Ihren Hund beim Schlafen zudecken und darauf achten, daß er nicht zu hart und kühl liegt. Vermeiden Sie Überbelastungen der geschädigten Gelenke. Lieber 3-4mal täglich eine Viertelstunde mit dem Hund spazierengehen als einmal eine Stunde lang. Achten Sie darauf, daß sich Ihr alter Hund nicht zuviel zumutet.

… das Gebiß: Mit zunehmenden Alter neigt der Hund auch häufig zu Zahnstein, der wiederum zur Parodontose, Lockerung und Vereiterung von Zähnen führt. Geben Sie dem Hund ausreichend (geeignete) Kaumaterialien*  für den natürlichen Zahnabrieb und putzen Sie ihm, wenn nötig, die Zähne.

*ACHTUNG !! Keine Knochen für ältere Hunde !!

Da besonders ältere Hunde für Verdauungsstörungen anfällig sind, sollten Tiere ab dem 7.  Lebensjahr überhaupt nicht mehr mit Knochen gefüttert werden. Im Extremfall könnte es sonst passieren, dass ein Darmverschluss auftritt und der Hund nur noch durch eine Notoperation gerettet werden kann.

… das Fell: Bei der Pflege des Fells tasten Sie den Körper des Hundes regelmäßig nach Warzen, Knötchen und Tumoren ab. Nur durch frühzeitiges Erkennen ist eine wirksame Hilfe durch den Tierarzt möglich.
Achten Sie beim Reinigen der Körperöffnungen wie Ohren, After und Genitalbereich auf Verunreinigungen durch Ausfluss, Wucherungen und eventuelle Tumorbildungen. Gewöhnen Sie sich beim Streicheln Ihrer Hündin auch an, regelmäßig das Gesäuge abzutasten. Stellen Sie dabei Verhärtungen fest, sollten Sie baldmöglichst den Tierarzt aufsuchen.

Sind Hunde über acht Jahre alt, sollte eine Vorsorgeuntersuchung sogar zweimal im Jahr stattfinden und eine Urinuntersuchung, spezielle Blutuntersuchungen sowie eine genaue Herzdiagnostik einschließen.

WICHTIG ist die Erkenntnis, daß  Alter keine Krankheit ist und viele Altersbeschwerden bzw. Krankheiten durchaus behandelbar sind.